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Streets-Where is my home? Ch.3 by ~Lulukeekzz:iconLulukeekzz:



Kapitel 3 – Der Überfall
Ich hätte wahrscheinlich den ganzen Tag verschlafen, wäre ich nicht durch das geschäftige Treiben in unserem Lager geweckt worden. Müde rieb ich mir die Augen, und bemerkte, dass Amber nicht mehr auf meinem Bett lag. Wahrscheinlich war sie bereits aufgebrochen. Ich schaute mich um und bemerkte, dass die anderen bereits auf den Beinen waren und die letzten Sachen vorbereiteten. Nur Staub fehlte. In letzter Zeit verschwand er immer öfters und war immer seltener bei uns, und anscheinend wunderten sich auch die andern darüber. Ich runzelte sorgenvoll die Stirn, bis ich schließlich von einem heiteren Lachen aus meinen Gedanken gerissen wurde. Ich schaute auf und rechnete mit Lucy, doch es war Chris, der da so fröhlich lachte.
„Na, über was zerbrichst du dir den Kopf? Amber und Midnight sind auf die Jagd gegangen, falls das dir Sorgen bereitet.“ Ich wollte noch nicht über das Verschwinden von Staub reden, noch nicht. Also nickte ich nur, lächelte kurz und stand auf.
„Wann brechen wir auf?“ fragte ich, und klapperte mit den Zähnen, als ich bemerkte, wie kalt es war. Es war ein bewölkter Tag, und ich rechnete damit, dass es heute noch Regnen würde. So wie gestern Vormittag, dachte ich mir.
Chris’ Miene verfinsterte sich ganz plötzlich, als hätte ich etwas Falsches gesagt.
„Wenn Staub da ist. Er ist seit gestern Abend nicht zurück gekommen. Ich frage mich, wo er bleibt.“ In dem Augenblick wurde mir klar, dass ich nicht die einzige war, der Staubs Verschwinden aufgefallen war. Ich schaute die anderen an und bemerkte, dass besonders Joker schlimmer denn je dreinguckte. Aber das wunderte mich auch nicht, und ich verdrehte die Augen.
Nun fing es an, zu regnen, und ich schlotterte noch mehr. Chris lachte erneut und nahm mich in die Arme. Als Lucy das sah, wurde ihr Blick leer und unergründlich, und ich schob Chris vorsichtig von mir weg, als ich mich daran erinnerte, was Lucy mir einmal gesagt hatte. Sie liebte ihn ja schon länger, nur leider war es ihm nie aufgefallen, und sie war zu schüchtern, um es ihm zu sagen. Ich ging hinüber zu Lucy und schaute sie entschuldigend an, sie nickte und seufzte. „Ich bin ihm eh egal, Chrissie. Du bist sowieso viel hübscher als ich. Was sollte er sich auch an mir interessieren?“ Ich wollte gerade protestieren, als Staub auf die Lichtung trat. Seine Augen glänzten und seine Haare sahen nicht mehr so zerzaust aus, wie jedes mal, wenn er von seinen Ausflügen zurückkam. Lucy wandte sich ab und lief zu unserem Führer, genau wie die anderen.
Joker und Chris warfen ihm vorwurfsvolle Blicke zu, doch er ließ sich nicht weiter beirren.
„Wir können los.“ Das war alles, was er sagte und wollte gerade aufbrechen, doch Joker ballte seine Fäuste und beherrschte sich, um Staub nicht anzuschreien.
„Du hast Geheimnisse vor uns, nicht wahr? Wohin verschwindest du immer, wenn du abhaust? Wieso siehst du danach so gepflegt aus, wenn du wiederkommst? Staub! WIESO hast du Geheimnisse vor uns? Du kannst uns vertrauen.“ Wir alle schauten ihn erwartungsvoll an, doch er wandte sich von uns ab, was Joker nur noch wütender machte.
„Gehen wir.“ Er wartete nicht auf unsere Antwort und lief los. Joker schnaubte wütend, Chris’ Miene war noch finsterer als zuvor und Lucys Augen waren immer noch mit Kummer gefüllt. Bone kläffte laut, als er die gespannte Stimmung zwischen uns spürte. Chris zischte ihm leise etwas zu, was ich nicht verstehen konnte, und der weiße Pitbull mit dem schwarzen Gesicht legte entschuldigend die Ohren an.

Es war eine Weile vergangen, bis wir den Kern der Stadt erreicht hatten, und Staub führte uns zu einem kleinen Geschäft, das jedoch sehr teuer und nobel aussah. Amber miaute leise an meiner Seite, und ich gab ihr sie verstehen, dass sie leise seien solle.
„Seht ihr die Frau da, die gerade das Geschäft verlässt? Auf mein Zeichen stürzen sich Joker, Lucy und Chrissie auf sie, um sie festzuhalten. Joker wird einen Augenblick später auf sie stürzen und ihr die Tasche entreißen. Danach rennt ihr alle so schnell ihr könnt zum Quartier. Ich komme nach.“
Joker knurrte. „Und wohin verschwindest du?“ Staub ignorierte ihn und brachte sich auf Position. „Jetzt!“
Joker stürmte voran, Lucy und ich direkt hinter ihm. Die Frau schrie auf, als Joker sie an die Wand presste und Lucy und ich sie an den Armen packten. Doch in diesem Moment war Chris schon bei uns und riss ihr die Tasche aus der Hand, auch wenn sie sich versuchte, sich zu wehren, es brachte nichts. „Hilfe! Taschendiebe!“ schrie sie und versuchte, nach uns zu schlagen. Wir rannten so schnell, wie wir konnten, doch sie erwischte meine langen Haare und riss mich nach hinten. Es war ein höllischer Schmerz, und ich schrie auf.
„Staub!“ Ich wusste, dass nur er mir nun helfen konnte, da die anderen sonst auch verloren wären, doch er war nicht da. „Staub, wo bist du?“ Die anderen drehten sich erschrocken um, und Amber kam angerannt, doch ich schrie sie alle an. „Los, verschwindet! Sonst seid ihr auch noch alle dran! Ihr müsst…!“ Ich wollte ihnen noch etwas nachschreien, doch ein Schlag auf den Kopf ließ mich zusammenklappen, und ich wurde bewusstlos.
©2009 ~Lulukeekzz
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Author's Comments

The 3th chapter. It isn't so long like the 2nd and 1st chapter.

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October 31
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